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Der Ludwigsturm auf der Ludwigshöhe

Die Ludwigshöhe wird im Darmstädter Volksmund auch "Bessunger Hausberg" genannt.
Schon Anfang des 19. Jahrhunderts schätzten die Darmstädter den schönen Aussichtspunkt als sonntägliches Ausflugsziel. Der Name Ludwigshöhe geht auf den Großherzog Ludwig I. von Hessen zurück, aber Hausberg klingt doch irgendwie herzlicher.

Die kleine Einkehrmöglichkeit "Ludwigsklause" bietet hungrigen Besuchern Verpflgeung. Der Ludwigsturm ist wärend den Öffnungszeiten der Ludwigsklause begehbar und bietet eine imposante Aussicht auf Darmstadt, die Rheinebene, Franfurt und den Taunus. Hierfür muss man in der Ludwigsklause zwar eine Kleinigkeit zahlen, der Ausblick ist das Geld aber auf jeden Fall wert.


Am 24. September 2007 feierte der Ludwigsturm übrigens seinen 100. Geburtstag.

 

Geschichte

 

Skisprungschanze, Bobrodelbahn und Luftkurort
Nach dem Bau eines kleinen Holztempels wurde hier im Jahr 1838 ein kleines Gästehaus errichtet. Krönung des Ausflugsziels ist jedoch der 28m hohe, in rotem Backstein gehaltene Aussichtsturm, den Wilhelm Schwab, ein Gründungsmitglied der Darmstädter Bauverein AG, spendete.

Bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges war die Ludwigshöhe ein selbst ernannter Luftkurort und gehörte zu den beliebtesten Ausflugszielen Deutschlands. Denn neben einem großen Hotel-Restaurant mit Aussichtsterasse und Ludwigsturm, gehörten im Winter auch eine  Skisprungschanze sowie eine Bob- und Rodelbahn zu den Attraktionen der Ludwigshöhe.

Doch leider wurde das Hotel-Restaurant während des zweiten Weltkrieges durch die Deutsche Wehrmacht genutzt und Ende März 1945 gesprengt.  So ist die Ludwigshöhe heute von dichtem Wald umgeben und hat viel von ihrem früheren Glanz eingebüst. Dafür ist sie aber ein umso schöneres Ausflugsziel für naturliebende Wanderer und Mountainbiker, die eine schöne Aussicht bei nicht allzuviel Touristentrubel zu schätzen wissen.

 

Die Ludwigshöhe während dem zweiten Weltkrieg

Dank ihrer strategisch günstigen Lage nutzte die Wehrmacht wärend des zweiten Weltkrieges die Kellergewölbe der Ludwigshöhe, um hier hochmoderne fernmelde- und funktechnische Anlagen unterzubringen. Durch Tieffliegerangriffe waren der Turm und die Flakstellung schon bald zerstört. Da die moderne Technik den Alliierten nicht in den Hände fallen sollte, erhielten die dort stationierten Soldaten den Befehl,  das Restaurant mit den fernmeldetechnischen Anlagen zu sprengen, sobald der Standort aufgegeben wurde.


Wideraufbaupläne und was davon übrig blieb

In einer ehemaligen Wehrmachtsbaracke fand noch mehrere Jahre lang Bewirtung unter dem Namen "Cafe-Restaurant-Ludwigshöhe" statt. Das Cafe wurde jedoch Anfang der 60er Jahre geschlossen und man trug die Ruinen des ehemals stolzen Hotels ab.

Ein großer Hotelkonzern wollte das Areal wieder großflächig aufbauen, doch auch diese Pläne wurden verworfen. So ist die Ludwigshöhe heute ein familiäres Ausflugsziel geworden. Einen großen Beitrag beim Wiederaufbau leistete die Bürgeraktion Bessungen/ Ludwigshöhe e.V..

 





Panoramablick vom Ludwigsturm aus (klicken zum Vergrößern)


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